Blechbearbeitung:
Minimaler Ressourceneinsatz, maximale Effizienz

Von der Automobilindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Architektur: Metallteile werden in nahezu allen Bereichen benötigt. Zur Bearbeitung von Blechen kommen in der Industrie verschiedene Fertigungsverfahren zum Einsatz, mit denen sich aus einfachen Metallblechen komplexe dreidimensionale Bauteile herstellen lassen.

Die Schwarz AG ist Ihre Anlaufstelle für das Fertigen und Nachbearbeiten von Feinblechen. Überzeugen Sie sich selbst: Werfen Sie einen Blick auf unsere Referenzen – oder sprechen Sie uns direkt an.

Blech bearbeiten statt „Blech reden“: Diese Blechbearbeitungs-Verfahren gibt es

Die Feinblechbearbeitung umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren, von klassischen Trennverfahren wie dem Scheren, dem Stanzen oder dem Laserschneiden über Umformverfahren (z. B. Walzen, Abkanten oder Biegen) bis hin zu sogenannten Fügeverfahren, mit denen sich einzelne Bauteile miteinander verbinden lassen. So können Bleche unter anderem geschweisst, geschraubt, geklebt oder genietet werden.

Je nach Anforderung kann es ausserdem nötig sein, die einmal in Form gebrachten Bleche zusätzlich nachzubearbeiten. Typische Nachbearbeitungsmethoden sind das Entgraten sowie sämtliche Arten der Oberflächenbehandlung, die Produkten einen besonderen „Look“ verpassen.

Tipp: Gerne begleiten wir Sie von Anfang an, beginnend mit der ersten Designidee bis zur endgültigen Montage – mit durchdachten System- und Komplettlösungen, jahrelanger Expertise und einem engagierten Engineering-Team. So geht Feinblechbearbeitung heute.

Aluminium, Stahl und Co.: Welche Materialien kommen infrage?

In der Blechbearbeitung können verschiedene Metalle verarbeitet werden, von robustem Stahl bis hin zu diversen Buntmetallen.Die am häufigsten verwendeten Materialien sind:
  • Stahl (in unterschiedlichen Legierungen): hohe Festigkeit, kosteneffizient
  • Aluminium: leicht, korrosionsbeständig
  • Edelstahl: ideal für Anwendungen mit hohen Hygieneanforderungen
  • Kupfer: hohe Wärmeleitfähigkeit; bewährter Werkstoff in der Elektrotechnik
  • Messing: dekorativ, leicht zu bearbeiten
Die eingesetzten Werkstoffe unterscheiden sich sowohl in Festigkeit und Gewicht als auch hinsichtlich ihrer Korrosionsbeständigkeit. Aber auch der Kostenfaktor spielt bei der Materialwahl eine wichtige Rolle. Während Aluminium zum Beispiel besonders leicht ist und sich gut für Anwendungen eignet, bei denen es auf das Gewicht ankommt, punktet Stahl durch seine hohe Festigkeit und Wirtschaftlichkeit.Bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffe müssen die Bearbeitungsparameter entsprechend angepasst werden. Denn Materialdicke, mechanische Eigenschaften und Oberflächenbeschaffenheit haben wiederum Einfluss auf die geeigneten Verfahren und Werkzeuge.

Vom Rohblech bis zum fertigen Präzisionsteil: Metallverarbeitung in 5 Schritten

In der Praxis durchlaufen Metallteile meist fünf zentrale Bearbeitungsschritte: Das Rohmaterial wird zunächst zugeschnitten, dann umgeformt und schliesslich zu stabilen Bauteilen zusammengefügt. In einigen Fällen werden die fertigen Bleche auch entsprechend nachbearbeitet und, je nach Projektanforderungen, anschliessend zu kompletten Baugruppen montiert.

1. Kurz und schmerzlos: Trennverfahren

Das Trennen von Blechteilen ist meist der erste Prozessschritt innerhalb der Metallverarbeitung. Scheren, Laserschneiden und Stanzen sind gängige Verfahren, um das Material entlang der bestehenden Konturen zu trennen:

  • Scheren: Für gerade Schnitte in dünnen bis mittleren Blechstärken; besonders geeignet bei einfachen geometrischen Formen
  • Stanzen: Trennen und Umformen in einem Arbeitsschritt; ermöglicht komplexe Konturen mit hoher Wiederholgenauigkeit
  • Laserschneiden: Höchste Präzision bei Materialstärken bis 20 mm; sehr geringe Hitzebelastung

Während bei einfachen geometrischen Formen meist mechanisch geschnitten wird, kommen bei komplexeren Strukturen oft Laser oder Stanzwerkzeuge zum Einsatz.

2. Bleche gezielt in Form gebracht: Umformverfahren

Umformverfahren verändern die Geometrie des Werkstoffs ohne Materialverlust, wobei der Zusammenhalt der Stoffteilchen erhalten bleibt. Zur Formgebung stehen in der Metallverarbeitung folgende Verfahren zur Verfügung:

  • Walzen: Erzeugt gleichmässige Blechstärken durch kontinuierliche Verformung zwischen rotierenden Walzen
  • Abkanten: Formt präzise Winkel und Kanten; hohe Wiederholgenauigkeit
  • Biegen: Erzeugt gebogene Formen; von einfachen Rundungen bis zu komplexen dreidimensionalen Geometrien

All diese Techniken lassen sich sowohl kalt als auch warm durchführen. Kaltumformung erhöht die Festigkeit durch Kaltverfestigung, während Warmumformung oberhalb der Rekristallisationstemperatur mit geringeren Umformkräften auskommt.

3. Alles wird sich „fügen“: Verbindungsverfahren

Beim „Fügen“ werden mehrere Werkstücke dauerhaft miteinander verbunden. Die Verfahren reichen von lösbaren mechanischen bis hin zu dauerhaften stoffschlüssigen Verbindungen:

  • Punktschweissen: Metallteile werden punktuell miteinander verbunden; das Punktschweissen ist ein sogenanntes Widerstandsschweissverfahren und eignet sich besonders für Serienproduktionen
  • Lichtbogenschweissen: Schweissen mit speziellen Gasen, die das geschmolzene Metall vor Luftkontakt schützen (MIG, MAG, WIG/TIG); für durchgehende Nähte und komplexe Verbindungen
  • Kleben: Beim Kleben lassen sich unterschiedliche Materialien stoffschlüssig miteinander verbinden; ideal für temperaturempfindliche Werkstoffe
  • Einpressen: Sorgt für kraftschlüssige Verbindungen durch eine plastische Verformung; beim Einpressen sind keine zusätzlichen Hilfsmittel erforderlich
  • Schrauben & Nieten: Mechanische Verbindungsverfahren ohne Wärmeeinwirkung; Schrauben schaffen lösbare Verbindungen für Wartung und Demontage, Nieten erzeugen dauerhafte formschlüssige Verbindungen

Welches Verfahren das richtige ist, um einzelne Werkstücke miteinander zu verbinden, hängt von den konkreten Anforderungen und dem gewünschten Anwendungszweck ab.

Moderne Produktionslinien kombinieren oft mehrere Fügeverfahren, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

4. & 5: Der letzte Schliff: Nachbearbeitungsverfahren & Montage

Die Nachbearbeitung optimiert Oberflächeneigenschaften und beseitigt fertigungsbedingte Unregelmässigkeiten. Folgende Verfahren können hierbei eingesetzt werden:

  • Entgraten zur Beseitigung scharfer Kanten und Grate
  • Spanende Verfahren wie Fräsen, Drehen oder Bohren für Feinbearbeitung
  • Schleifen und Polieren für eine besonders definierte Oberfläche

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Oberflächen in einem weiteren Schritt zu veredeln und den Bauteilen so einen ansprechenden Look zu verleihen:

  • Beschichten (Pulverbeschichtung, Verzinkung, KTL-Lackierung)
  • Galvanik (Vernickeln, Verchromen, Verkupfern) für Korrosionsschutz
  • Entfettung und Reinigung mit speziellen Verfahren

Die Nachbearbeitung bildet den Abschluss der Einzelteilfertigung und bereitet die Komponenten optimal für die nachfolgende Baugruppen-Montage vor. Mit diesem letzten, fünften Schritt findet die Blechbearbeitung schliesslich ihren Abschluss.

Unsere CNC-Stanzmaschine verarbeitet Tafeln aller gängigen Metalle bis zu einer Blechdicke von 5 mm und einem maximalen Format von 1.5 m x 3 m mit beeindruckender Produktivität. Die vollständig automatisierte Be- und Entladung ist der Schlüssel zu optimalem Materialfluss, maximaler Effizienz und höchster Prozesssicherheit.

TAG UND NACHT FÜR SIE IM EINSATZ.

Stanzen +
Voll automatisiert und voll beeindruckend

Werkzeugwechsel im Griff

Automatisch und ohne Unterbruch, für Standard- oder Sonderwerkzeuge.

Laserschneiden +
Flexibel und schnell

Angebunden an das vollautomatische Blechlager macht unsere Laserschneidanlage immer einen effizienten Job. Sie schneidet Stahl, Chromstahl und Aluminium bis zu einer Dicke von 25 mm, Buntmetalle bis zu einer Dicke von 10 mm. Die automatisierte Be- und Entladung sorgt für maximale Effizienz, bei hoher Prozesssicherheit.

TECHNOLOGIE CLEVER EINGESETZT.

5 kW Fiber-Laser

Flexibel beim Material, präzise im Einsatz

Mit unseren Flachschleifmaschinen, dem manuellen Schleifcenter und verschiedenen Handschleifgeräten sind wir gut gerüstet um jede Art von Teilen sauber und grifffreundlich zu entgraten. Auch Richtbarbeiten können im Haus ausgeführt werden. Bei Bedarf werden die Blechteile auch von Ölen, Bearbeitungsstaub oder anderen Verunreinigungen gesäubert.

WIR WISSEN, WAS FÜR IHRE TEILE PASST.

Entgraten +
Maschinell oder manuell

Biegen +
Viele Maschinen, viele Möglichkeiten

Hier ist in Sachen Maschinen Vielfalt Trumpf. Darum haben wir für jeden Winkel und jede Faltung die passende Lösung. Am gängigsten sind Freibiegen und Prägebiegen. Wenn es um hohe Winkelgenauigkeit geht, haben wir auch das 3-Punktebiegen im Programm. 100%ige Reproduzierbarkeit und kurze Einrichte- und Durchlaufzeiten: Das garantieren wir dank computergestützter Offline-Programmierung anhand von 3D-Modellen.

FÜR JEDEN ANSPRUCH DIE RICHTIGE LÖSUNG.

Einmal platziert, schnell produziert

Optimierte Durchlaufzeiten und effiziente Produktionslose dank automatisierter Einrichtung 

Mit dem Einpressen von Muttern, Buchsen und Bolzen schaffen wir unlösbare Verbindungen. Mehr Arbeitssicherheit, Produktequalität und Effizienz gibt es dank Optionen wie Zählermechanismus, nichtleitender Betriebsart und automatischer Teilezuführung. Als Alternative an Bord:
Das Bolzenschweissen.

WELCHE VERBINDUNG DARF ES FÜR SIE SEIN?

Einpressen +
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Mechanik +
Die eigene Werkstatt bringt’s

Feinblech+ heisst auch: Ein umfassendes Angebot aus einer Hand. Mit unserer hauseigenen mechanischen Werkstatt sind wir gut gerüstet, um auch alle notwendigen Nacharbeiten am Ort der Produktion auszuführen. Und natürlich ist unsere Werkstatt für die Herstellung von Lehren und Vorrichtungen unerlässlich.

DIE LIEBE ZUM DETAIL ZAHLT SICH IMMER AUS.

Schwarz AG – Feinblechtechnik: Flexibilität trifft echte Schweizer Präzision

Als Experten für Feinblechtechnik sind wir Ihr qualifizierter Ansprechpartner, wenn es um die Produktion und Nachbearbeitung von Blechteilen jeder Art geht. Qualität, Vielseitigkeit und Flexibilität stehen bei uns dabei an erster Stelle.

Auf Wunsch unterstützen wir Sie mit

  • einem motivierten Team, bestehend aus erfahrenen Fachkräften
  • komplett automatisierten und an die jeweiligen Anforderungen angepassten Prozessen – inklusive wiederholungsgenauem und durchdachtem Engineering
  • einer hauseigenen Mechanik-Werkstatt
  • einem 6.000 m²-grossen Maschinenpark, der unter anderem unsere Flachbearbeitungsmaschinen für Stanzen und Laserschneiden beherbergt
  • einem Hochregellager mit über 300 Plätzen – für eine vollautomatische Produktion in bis zu drei Schichten

Ob einzelnes Präzisionsstanzteil oder komplette Baugruppe, Prototyp oder Serienfertigung: Wir sind Tag und Nacht für Sie im Einsatz – an sieben Tagen die Woche.

FAQ: Häufige Fragen rund um die Bearbeitung von Feinblechen

Im Folgenden finden Sie Antworten auf einige der häufigsten Fragen zur Blechbearbeitung.

Welche Blechstärken können bearbeitet werden?

In der Feinblechbearbeitung werden typischerweise Materialstärken von 0,5 bis 20 mm verarbeitet. Die maximale Stärke hängt vom gewählten Verfahren ab: Laserschneiden ermöglicht Stärken bis 20 mm, während beim Stanzen eine geringere Blechstärke besser ist.

Moderne Blechbearbeitungsverfahren erreichen Toleranzen im Bereich von ±0,1 mm. Beim Laserschneiden und Stanzen sind sogar noch präzisere Ergebnisse möglich. Die erreichbare Genauigkeit hängt von Material, Blechstärke und gewähltem Verfahren ab.

Ja, durch geeignete Fügeverfahren lassen sich unterschiedliche Metalle verbinden. Kleben eignet sich besonders für Materialkombinationen, während Schweissen eher bei gleichartigen Stoffen Anwendung findet. Die Materialkompatibilität muss vorab geprüft werden.

Laserschneiden und moderne Stanzverfahren sind auch für Prototypen und Kleinserien wirtschaftlich. Während Stanzwerkzeuge bei grösseren Serien Kostenvorteile bieten, ermöglicht das Laserschneiden flexible Fertigung ohne teure Werkzeugkosten.

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